Bewegungsmoment, ein Film über Tanzfotografie
Vom ersten Gespräch bis zum fertigen Bild
Wie entsteht eigentlich ein Tanzfoto? Was passiert zwischen einer ersten Idee, dem Gespräch mit den Tänzern, dem Shooting und dem fertigen Bild?
Für das Filmprojekt „Bewegungsmoment“ wurde ich von Katja Trautwein, die selbst Tänzerin ist, und einem Team von Studierenden der Filmakademie Baden-Württemberg mehrere Tage bei meiner Arbeit als Tanzfotograf mit der Kamera begleitet. Der Dokumentarfilm entstand im Rahmen ihres Studiums und sollte zeigen, wie Tanzfotografie entsteht: vom ersten Gespräch mit den Tänzern über das eigentliche Shooting bis zum fertigen Bild.
Ein wichtiger Teil des Films entstand in Dresden. Gemeinsam mit Nadja Güsewell und Philipp Förster, damals Studierende der Palucca Hochschule für Tanz Dresden, realisierte ich ein Tanzshooting in einem alten leerstehenden Industriegebäude. Der besondere Raum bot uns viel Platz und Freiheit für Bewegung, Licht und fotografische Experimente.
Der Film begleitet dabei nicht nur das eigentliche Fotografieren. Er zeigt den Weg vom Vorgespräch und den Vorbereitungen über das Shooting bis zur Auswahl und Bearbeitung der Bilder. Nadja und Philipp erzählen außerdem von ihren Erfahrungen vor der Kamera und von ihrem damaligen Leben als Tanzstudierende.
Tanzfotografie vor einer zweiten Kamera
Für mich war an dem Projekt besonders interessant, dass plötzlich Dinge sichtbar wurden, die bei einem fertigen Foto normalerweise verschwinden. Ein Bild zeigt schließlich nur einen einzigen Moment. Man sieht darin nicht die Gespräche davor, das Ausprobieren, eine Idee, die nicht funktioniert, Veränderungen beim Licht oder die vielen Bewegungen, aus denen am Ende vielleicht genau ein Foto ausgewählt wird.
Bei „Bewegungsmoment“ war eine Filmkamera dabei, während all das passierte. Dadurch lässt sich ein wenig beobachten, wie Nadja, Philipp und ich miteinander arbeiten und wie sich eine fotografische Idee während eines Shootings verändert.
Den Film hat Katja Trautwein konzipiert und inszeniert. Jahre später sollte ich sie übrigens noch einmal in einer ganz anderen Situation treffen: 2026 stand sie bei der Gala des Ballettateliers Ludwigsburg selbst wieder als Tänzerin auf der Bühne und nun vor meiner Kamera.
Der Film und das Making-of
Der vollständige Film hat eine Länge von rund 24 Minuten und ist derzeit nicht öffentlich im Internet verfügbar.
Einen längeren Trailer gibt es aber auf YouTube. Mit 9:29 Minuten zeigt er schon einiges vom Shooting in Dresden und von der Zusammenarbeit vor und hinter der Kamera.
[Trailer „Bewegungsmoment“ auf YouTube →]
Neben dem eigentlichen Film entstand außerdem ein kurzes Making-of. Es zeigt das Projekt noch einmal aus einer anderen Perspektive und gibt weitere Einblicke in die Dreharbeiten.
[Weitere Filme im YouTube-Kanal @tanzfotografie →]
Die Fotografien
Während der Dreharbeiten ging es natürlich nicht nur um den Film. Das Shooting mit Nadja und Philipp war ein richtiges Tanzshooting, bei dem eine ganze Reihe von Fotografien entstand. Gerade das alte Industriegebäude war dafür ein wunderbarer Ort. Viel Raum, rohe Wände, vorhandenes Licht und Platz für eigene Lichtideen machten völlig unterschiedliche Bilder möglich. Die Fotos zeigen damit genau das, was im Film vorbereitet und begleitet wird: das Zusammenspiel von Raum, Licht und Bewegung und den Weg vom fotografischen Experiment bis zum fertigen Bild.
Dokumentarfilm Bewegungsmoment
Filmakademie Ludwigsburg
Mit Bernd Hentschel, Nadja Güsewell und Philipp Förster
Längen: Film 24:03 Minuten; Trailer 9:29; Making of 0:34
Regie und Konzept: Katja Trautwein
Producer: Ann-Katrin Boberg
Bildgestaltung: Maciej Rolbiecki
Kameraassistent: Rafael Starmann
Montage: Isabella Kohl
Ton & Sounddesign: Volker Armbruster
Filmmusik: Meike Katrin Stein
Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg GmbH
Fertigstellungsjahr: 2015
Weitere Filme und Einblicke in meine Tanzfotografie gibt es auf meinem YouTube-Kanal @Tanzfotografie.